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Gluon Pakete

Man kann mit der Gluon Buildumgebung nicht nur fertige Images bauen, sondern auch einzelne Pakete. Wenn man an einzelnen Modulen in Gluon Veränderungen vorgenommen hat, kann das zum Testen der Änderungen ein sehr praktischer Weg sein. Der Buildprozess durchläuft dann nur die Schritte, die zur Aktualisierung dieses einen Pakets notwendig sind.

Diese Pakete sind im IPKG-Format gepackt und können dann einzeln mit opkg installiert oder geupdated werden.

Pakete bauen

Um ein Paket mit dem Namen PAKETNAME für das x86-generic-Target neu zu bauen, reichen folgende Befehle:
cd lede/
make package/PAKETNAME/compile # Inhalte des Pakets kompilieren
make package/PAKETNAME/install # Paket erstellen
make package/index             # Paketindex für alle Pakete neu bauen

Die Pakete werden für das x86-generic-Target dann unter lede/bin/packages/i386_pentium4/ abgelegt.

Falls das Paket vorher noch nie gebaut wurde, muss man vor dem compile folgenden Befehl absetzen, da der Buildprozess sonst das Paket nicht kennt:
make prepare

Manuelle Installation

  1. Das erstellte PAKETNAME_VERSION_x86.ipk per SSH auf den Router kopieren
  2. opkg install --force-reinstall PAKETNAME_VERSION_x86.ipk

Das --force-reinstall ist notwendig, solange man dem Paket keine neue Versionsnummer gibt. opkg würde sonst denken, das Paket sei aktuell.

HTTP Installation

Hierzu muss man auf der Build-Maschine erst einmal einen HTTP-Server starten. Python bietet eine ganz gute temporäre Lösung, wenn man keinen anderen HTTP-Server hat:
cd build/x86-generic/openwrt/bin/x86/packages/
python2 -m SimpleHTTPServer

Nun sollte ein HTTP-Server auf der Maschine laufen, der auf Port 8000 erreichbar ist.

Als nächstes fügen wir einen Custom-Feed in die opkg-Konfiguration auf dem Router ein. Hierzu berarbeiten wir die Datei /etc/opkg/customfeeds.conf und fügen folgende Zeile ein:
src/gz own http://IP_DER_BUILDMASCHINE:8000/

Nun müssen wir nur noch das Paket installieren. Wichtig ist, dass man vor jedem neuen Installieren die Paketquellen aktualisiert, da sonst die Prüfsummen des Pakets nicht passen.
opkg update
opkg install --force-reinstall PAKETNAME

Das --force-reinstall ist notwendig, solange man dem Paket keine neue Versionsnummer gibt. opkg würde sonst denken, das Paket sei aktuell.
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