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Grundrauschen

Phänomen

Auch ohne verbundene Endgeräte erfolgt ein konstanter Datenstrom zwischen Freifunk-(Uplink-)Knoten und dem Internet. Gefühlt wird dieser Datenstrom über die Jahre immer breiter.

Erklärung

Das Phänomen nennen wir Grundrauschen.

Dein Knoten ist über die Mesh-VPN Verbindung Teil der großen Freifunk-Hannover Wolke geworden. Diese Wolke ist hoch-dynamisch und verwaltet sich selbst. Sprich: es kommen jederzeit Knoten hinzu, fallen Knoten weg, kommen und gehen Endgeräte oder wechseln zwischen verschiedenen Knoten hin und her (Roaming). Damit A mit B kommunizieren kann, muss das Netz zu jedem Zeitpunkt wissen, wo (im Sinne der Netztopologie) sich welche Geräte gerade aufhalten. Diese Informationen werden regelmäßig ausgetauscht und verursachen Datenverkehr.

Ein zweiter Aspekt kommt da hinzu: Aus „Gründen“ ist das Netz des Freifunk Hannovers zur Zeit noch ein sog. Layer2 Netz. Soll heißen: Aus technischer Sicht stellt es sich so dar, dass alle (End-)Geräte im gleichen LAN hängen. Broad- und Multicastverkehr (also Rundrufe an alle) finden hier einen sehr großen Resonanzraum.

Aus oben genannten Gründen sagt man, dass Mesh-Netze meist nur bis zu einer Größe von 500-700 Knoten gut skalieren. In Hannover haben wir diese Wachstumsgrenze seit gut einem Jahr auf dem Schirm, sind in der Spitze aber schon bei 1000 Knoten angelangt.

Der Ausweg ist eine Netzsegmentierung. Das große Layer2 Netz wird in viele kleine Netze zerlegt, die nur noch indirekt miteinander kommunizieren müssen. Man verliert dadurch die Möglichkeit, in 10 Sekunde von Linden nach Kleefeld zu roamen, aber das macht vermutlich eh niemand.

Die (vorbereitenden) Arbeiten für eine solche Netztrennung sind aufwendig. Wir arbeiten schon seit 2017 daran und kommen so langsam (Mitte 2018) in die Abschlußphase. Unsere Infrastruktur ist soweit vorbereitet. Die Firmware auf den Knoten wurde entsprechend aufgebohrt.
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