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IPv6

Was ändert sich?

Mit IPv6 verändert sich für den Endanwender nichts. Es funktioniert alles genauso wie vorher.

IP-Adressen werden sind nun 8 Byte lang und werden in hexadezimaler Schreibweise angegeben. Nach 2 Byte wird immer ein Doppelpunkt als Trennzeichen eingesetzt. Für kürzere Schreibweisen kann man in jedem Abschnitt führende Nullen weglassen und den "Lückenfüller" (zwei Doppelpunkte) benutzen.

Beispiel in Kurzschreibweise: fdca:ffee:8::5001 (IP-Adresse von Gateway5)

Beispiel in Langform: fdca:ffee:0008:0000:0000:0000:0000:5001

In manchen Browsern ist es notwendig die IP-Adresse zusätzlich mit eckigen Klammern zu umrunden.

Was für Vorteile habe ich dann im Freifunk-Netz davon IPv6 zu benutzen?

Bei der Adressvergabe hat man immer das Problem Kollisionen zu vermeiden. Bei IPv4 muss man jedem DHCP Server, der die Adressen verteilt, einen Bereich zuteilen (z.B. 10.2.50.2 bis 10.2.50.255). Ein anderer DHCP Server muss dann einen anderen Bereich zugewiesen bekommen, damit keine Adresse doppelt vergeben wird. DHCP wird in IPv6 von der sog. SLAAC (Stateless Address Autoconfiguration) abgelöst.

Auf Grund des großen IP-Adressbereiches von IPv6 wird bei der SLAAC die Hersteller-Adresse der Netzwerkkarte (die global eindeutig ist) dazu genutzt eine eindeutige Adresse zu generieren. Von dem Server wird so nur ein sog. Prefix (in unserem Fall fdca:ffee:8:0:0:0:0:0/64) verteilt. Ein Laptop kann sich nun eine kollisionsfreie IP-Adresse zuweisen, indem er nun die Nullen hinten mit seiner eigenen eindeutigen Hardware-Adresse auffüllt. Man kann soviele "SLAAC-Server" (die IPv6 Adressen vergeben) aufstellen wie man will. Sie können gewissenlos alle das gleiche Prefix verteilen.

Bei Freifunk entsteht dadurch ein wesentlicher Vorteil: Jeder Freifunk Router kann einen eigenen "SLAAC-Server" (für IPv6) betreiben. DHCP-Server müssen leider auf unseren zentralen Gateways laufen, da es ein zu großer Aufwand wäre jedem Freifunk Router einen eigenen Adressbereich zuzuweisen.

IPv6 Adressen können so zugewiesen werden ohne dass eine VPN-Verbindung zu unserem Gateway besteht. So können Dienste auch genutzt werden, wenn der Internetanschluss mal ausfällt . Hierdurch erreicht man einen Punkt, der uns bei Freifunk sehr wichtig ist:

Dezentralität

So aktiviere ich IPv6 auf dem Raspbian:

Damit Raspbian auf dem Raspberry Pi nach einem Neustart automatisch das IPv6-Modul lädt, muss man in die Datei /etc/modules eine zusätzliche Zeile einfügen.

$ sudo nano /etc/modules

Am Ende folgende Zeile einfügen:
ipv6
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